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Ängste  - Panik  - Phobien

Den Teufelskreis unterbrechen...
Ängste können die unterschiedlichsten Ursachen haben und innerhalb von Sekunden ausbrechen. Sie kommen aus heiterem Himmel und sind nicht auf bestimmte Situationen oder eine bestimmte Umgebung beschränkt. Sie können überall auftreten: beim Autofahren, im Kino, in der Straßenbahn oder in vertrauter Umgebung zu Hause. Es ergeben sich negative Auswirkungen auf die Bewältigung des Alltags und die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. Die wiederkehrenden Ängste beeinträchtigen das Leben so sehr, dass darauf mit Vermeidungsverhalten reagiert wird. Die Betroffenen ziehen sich zurück und stellen soziale Aktivitäten ein; Alltagsverrichtungen (z.B. Einkaufen) werden gar nicht oder nur noch mit fremder Hilfe bewältigt. Angst hat viele Gesichter: Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein sind eingeschränkt, die Stimmung ist negativ bis depressiv, das Verhalten ängstlich, unsicher und misstrauisch. Oft kommen noch hypochondrische Befürchtungen dazu, die eigene Gesundheit oder normale Körpervorgänge werden ängstlich fehlinterpretiert. Für Angehörige und Freunde sind die Symptome der Angst schwer nachvollziehbar schnell wird dem Betroffenen eine feindselige Haltung unterstellt.

So können Sie leichter...

  • Angstsymptome reduzieren
  • Angststörungen bewältigen bzw. Ängste überwinden
  • angstauslösende Denkmuster erkennen
  • angsterhaltendes Verhalten verändern
  • Ursachen ergründen
  • Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stärken
  • Sicherheit im Umgang mit anderen gewinnen
  • Handlungsalternativen entwickeln
  • ruhig und gelassen sein
  • Lebensqualität und Lebensfreude erfahren
  • in eine zuversichtliche, angstfreie Zukunft blicken

Angst...
und Furcht sind natürliche Reaktionen auf eine wahrgenommene Bedrohung. Während Furcht durch eine klare, konkrete Bedrohung entsteht, z.B. auf einem spiegelglatten Gehweg auszurutschen, wird Angst durch vage oder unspezifische Bedrohungen ausgelöst. Beides führt zu unangenehmen körperlichen und psychischen Symptomen (Schweißausbrüche, Herzklopfen, schnelles, flaches Atmen, Mundtrockenheit etc.). Bei höchster Erregung ist die Aufmerksamkeit auf die Gefahrensituation beschränkt und damit stark eingeengt. Zugleich ist die Leistungsfähigkeit des Gehirns reduziert. Die Muskulatur ist extrem angespannt, so dass man „vor Angst erstarrt“.
Wenn der Leidensdruck groß ist und man sich den Ängsten ausgeliefert fühlt, die den beruflichen oder persönlichen Alltag beeinträchtigen oder dominieren, ist psychotherapeutische Hilfe unbedingt empfehlenswert. Zuvor muss jedoch eine gründliche ärztliche Untersuchung erfolgen. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, deren Symptome den Angstsymptomen gleichen: Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma, Anfallsleiden, Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Probleme mit dem Innenohr etc. Zu Angstgefühlen kommt es auch durch einige Medikamente (Erkältungsmittel, Blutdruckmittel, Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel etc.) oder bei übermäßigem Genussmittelkonsum (Koffein, Alkohol, Drogen).
Anfangs kann Angst durch körperliche Ursachen ausgelöst sein, entwickelt aber später oftmals ein Eigenleben und besteht dann noch weiter, wenn die körperliche Ursache längst behoben ist. Manchmal liegt die Ursache für Ängste auch in lange vergessenen Erlebnissen oder Kindheitserfahrungen. Auch Persönlichkeitsfaktoren, Stresssituationen sowie erlerntes Verhalten sind ursächlich, ebenso wie Fehlinterpretationen oder Überreaktionen des Körpers. Nicht zu verwechseln sind diese Ängste mit der generalisierten Angststörung.

Panik...
ist ein noch intensiverer Angstzustand. Eine Panikattacke tritt ohne ersichtlichen Grund auf und ist deshalb auch nicht vorhersehbar. Kommt es zu wiederkehrenden schweren Angstzuständen, spricht man auch von einer Panikstörung.
Symptome einer Panikattacke:

  • Kurzatmigkeit, Atemnot, Erstickungsgefühle
  • Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Schwächegefühl
  • Herzklopfen, Herzrasen, schneller Puls
  • Zittern
  • Hitzewallungen oder Frösteln
  • Druck und Engegefühl in der Brust
  • Kloß im Hals
  • starkes Schwitzen oder Frieren
  • Würgen, Schluckbeschwerden
  • Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Taubheit, Kribbeln in Fingern, Zehen, Lippen
  • Schmerzen in der Brust
  • Angst vor schwerer Krankheit, Todesangst
  • Angst, verrückt zu werden oder die Selbstbeherrschung zu verlieren
  • Gefühle von Unsicherheit, Ohnmacht, Benommenheit
  • Entfremdungsgefühle (Depersonalisation: das Gefühl, neben sich zu stehen. Derealisation: das Gefühl, alles sei unwirklich.)

Was Sie selbst tun können...

  • Selbsthypnose erlernen und die Selbstheilungskräfte aktivieren
  • Aufregung, Anspannung, Ärger und unnötigen Stress vermeiden
  • für sich selbst gut sorgen
  • sich informieren: Wissen ist nützlich

Die einzelnen Panikanfälle dauern oftmals nur Minuten. Kommen die Panikattacken in bestimmten Situationen oder Umgebungen vor, kann es zu spezifischen Phobien kommen.

Phobien...
sind im Gegensatz zu Ängsten immer spezifisch, d.h. auf bestimmte Situationen (Zahnarztbesuch, Flugreise etc.) oder Objekte (Tiere, Spritzen etc.) bezogen, die real keine Gefahr darstellen. Ein negativ erlebtes Ereignis wird als Gefahrensignal im Gehirn gespeichert. Sobald es zu einer gleichen oder ähnlichen Situation kommt, wird automatisch und unbewusst die Angstreaktion ausgelöst. Auch unangenehme oder Angst erregende Erlebnisse (Objekt oder Situation) in der frühen Kindheit sind gespeichert. An diese Angstauslöser erinnert man sich meist nicht mehr, obwohl sie sich ereignet haben. Phobien sind fast immer an ein Vermeidungsverhalten gegenüber der Situation oder dem Objekt gekoppelt: Zahnarztbehandlung aufschieben, flugfreie Urlaubsreisen buchen, Landstraßen statt Autobahnen fahren, Kino- und Konzertbesuche aussparen, Gartenarbeit abgeben etc.

Spezifische Phobien und Situationen:
Soziale Phobie (Sozialphobien)
Unter einer sozialen Phobie bzw. Sozialphobie versteht man die Angst vor Situationen in Gesellschaft und vor Reaktionen anderer, auch die Angst vor Kritik, Beurteilung, Ablehnung, Versagen. Sie kann in fast allen Situationen des zwischenmenschlichen Bereichs auftreten. Der Beginn liegt häufig in der Jugend. Die Merkmale sind unterschiedlich.

Meistens treten zusätzliche Angstverstärker auf:

  • Unterhaltungen mit Kollegen/-innen, Nachbarn/-innen, Mitschülern/-innen, Vorgesetzten, Lehrpersonen, dem anderen Geschlecht etc.
  • gemeinsame Unternehmungen: Party, Familienfeiern, Ausflug, Radtour etc.
  • in oder vor einer Gruppe sprechen
  • Versagensangst: die Angst zu versagen, sich zu blamieren, ausgelacht, abgelehnt, negativ bewertet oder kritisiert zu werden
  • zusätzliche Begleiterscheinungen: Angst vor dem Erröten (Erythophobie) oder vor Blickkontakt
  • körperliche Symptome: Zittern, Übelkeit, Durchfall, vermehrter Harndrang
  • Angst vor einer erneuten Panikattacke
  • Angstzustände, die auch im Zusammenhang mit einer Sozialphobie auftreten
  • Angst vor offenen Plätzen, großen Räumen, Menschenmengen, Reisen - Agoraphobie
  • Schulangst - Schulphobie
  • Redeangst (die Angst, vor anderen zu sprechen oder Reden zu halten)

Machen Sie einen Selbsttest zur sozialen Phobie. Überprüfen Sie Ihre Gefühle und körperlichen Reaktionen in Situationen mit anderen Personen.

Gesundheit

  • Angst vor Verletzungen/Blut
  • Angst vor Schmerz - Agliophobie
  • Angst vor Entstellung - Dysmorphophobie
  • Angst sich übergeben zu müssen - Emetophobie
  • Angst vor ärztlichen Behandlungen - Iatrophobie
  • Herzangst - Kardiophobie
  • Angst vor Schmerz, Ansteckung - Mysophobie
  • Angst vor Spritzen (Spritzenangst) - Trypanophobie
  • Angst vor Krankheit - Nosophobie
  • Angst vor Zahnbehandlungen: Selbsttest – Odontophobie

Gynäkologie

  • Angst vor gynäkologischen Untersuchungen - Iatrophobie
  • Angst vor Schwangerschaft - Gravidophobie
  • Angst vor einer Fehlgeburt - Abortphobie
  • Angst vor der Geburt - Tocophobie
  • Angst vor Schmerz - Agliophobie
  • Angst, das Kind könnte nicht gesund zur Welt kommen - Teratophobie
  • Angst, mit den Aufgaben in der Mutterrolle überfordert zu sein
  • Angst, das Kind abzulehnen

Umgebung

  •  Höhenangst - Akrophobie
  • Flugangst - Aviatophobie
  • Angst vor kleinen, geschlossenen Räumen (Platzangst) - Klaustrophobie
  • Angst vor Dunkelheit - Nyctophobie

Tiere

  • Angst vor Tieren: Vögel, Hunde, Spinne (Arachnophobie), Schlange, Insekten  - Zoophobie

Literaturempfehlung:

  • Preetz, Norbert: Nie wieder Angst - So lösen Sie Ängste in Minuten: Verlag Erfolg und Gesundheit, Magdeburg 2012
  • Peurifoy, Reneau Z.: Angst, Panik und Phobien. Ein Selbsthilfeprogramm: Verlag Hans Huber, Hogrefe AG Bern 2007

Damit das Mögliche entsteht,
muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.

Hermann Hesse

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